Filmaufnahmen beim Jägerbataillon Oberösterreich
Glühende Hitze in der Ortskampfanlage in Treffling – eine Jägergruppe übt den Kampf im verbautem Gebiet. Neueste Erkenntnisse aus aktuellen Kriegsgebieten werden vermittelt und die erlernten Gefechtstechniken praktisch angewand.
Die handelnden Personen sind allesamt Milizsoldaten des Jägerbataillons Oberösterreich, die drei Stunden vorher eingerückt sind, mit dem neuen Kampfanzug ausgestattet wurden und mit geschwärzten Gesichtern im Gefechtsdienst stehen. Neben der Auffrischung und Vertiefung des militärischen Handwerks dient diese Übung der Erstellung von Filmsequenzen für ein Informationsvideo des Österreichischen Bundesheeres über die Miliz.
Das Jägerbataillon Oberösterreich stellt dabei aber nicht nur die Soldaten, sondern auch den Verfasser des Drehbuches und Regisseur. Zugsführer Georg Schuster aus der Gruppe für Öffentlichkeitsarbeit und im Zivilberuf Redakteur im ORF Landesstudio Oberösterreich, hat in Abstimmung mit dem Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport, das Filmkonzept erstellt. Leiter des Filmprojektes ist Major Werner Winkler vom Jägerbataillon Burgenland, der die Abstimmung mit dem Militärkommando Oberösterreich koordiniert und damit einen klaglosen militärisch Ablauf gewährleistet hat.
Nach einem heißen Übungstag unter fachkundiger Unterstützung durch unseren Partnerverband, dem Panzergrenadierbatallion 13 und einem Ausbildner des Jägerbataillons 12, war das Ausbildungsziel erreicht. Am darauffolgenden Tag wurden die Gefechtstechniken bei laufender Kamera vorgeführt. Ein erfahrenes Team der Heeresbild und Filmstelle und das sonnige Wetter sorgten dafür, dass alle Vorhaben planmäßig fertiggestellt werden konnten.
Bei der Erstellung dieses Films über die Miliz wurde ein besonderer Wert auf Authentizität gelegt. Sowohl Darsteller, Kommandanten und auch Regisseur sind Milizsoldaten. Eindrucksvoll dokumentiert wird damit auch das Ausbildungsniveau der Miliz, die nach einer kurzen Übungsphase die volle Gefechtbereitschaft herstellen kann.
Weitere Bilder unter Ortskampf 2010.
August 10, 2010 Keine Kommentare
Offiziersschießen 2010 – beste Mannschaft des Bundesheeres
Alharting – 25.06.2010 Das Jägerbataillon Oberösterreich konnte sich beim diesjährigen Offiziersschießen als beste Mannschaft des Bundesheeres behaupten. Die ersten drei Plätze erzielten Mannschaften der Polizei, die ihre Überlegenheit im Bewerb mit der Pistole klar zum Ausdruck brachten.
Im Rahmen der abschließenden Siegerehrung wurde Hauptmann Mag. Stephan Hintenaus von Oberst Dr. Johannes Kainzbauer feierlich zum Major befördert. Als Gratulanten stellten sich neben dem Militärkommandanten von Oberösterreich, Herrn Generalmajor Mag. Kurt Raffetseder auch Landesrat Dr. Manfred Haimbuchner ein. Gemeinsam zu den Klängen der Kapelle der Militärmusik Oberösterreich wurde zum feierlichen Anlass das Lied “Wir Jäger lassen schallen” intoniert.
Ergebnislisten:
Juni 29, 2010 1 Kommentar
Ungehorsamer General beim Präsidentenrapport
Wir haben dieser Tage zwei Fälle von patriotischer Missbilligung von Streitern für das eigene Land erfahren. Die französische Fußballnationalmannschaft und den Viersterngeneral Stanley Mc Chrystal. Die einen zeichnen sich klar durch Undiszipliniertheit aus und sind bei der eigenen Bevölkerung in Ungnade gefallen. Dem anderen mag man zwar Ungehorsam vorwerfen aber seine Disziplin geht zumindest was die Person anbelangt schon ins Asketische. Ein Mann, der nur einmal am Tag isst, um nicht träge zu werden und mit vier Stunden Schlaf pro Nacht auskommt ist ein außergewöhnlicher Mensch.
Was kann einen Soldaten dazu bewegen, dass er sich öffentlich gegen die Politik seines Landes stellt und die Strategie seines Präsidenten in Frage stellt? Die Hintergründe dazu kann man in verschiedenen Kommentaren nachlesen und sollen daher auch hier nicht erörtert werden. Die Grundsatzfrage lautet aber ob es nicht auch die Pflicht eines Offiziers ist, öffentlich auf Fehlentwicklungen des Systems hinzuweisen. Mit Sicherheit wird das der eigenen Karriere nicht förderlich sein, da Spitzenpositionen im Militär politisch besetzt werden. Im Sinne der persönlichen Pflichterfüllung für das eigene Land könnte es jedoch durchaus Sinn machen. Parallelen dazu sollen ja auch schon in Österreich vorgekommen sein, wo jedoch von der Bevölkerung nur wenig Anteil daran genommen wird.
Die Streiter für das eigene Land sollen in erster Linie heroische Siege bringen. Das gilt für die Fußballer genauso wie für den General. Beim Fußball ist die Aufregung jedoch etwas größer.
Juni 23, 2010 Keine Kommentare
Hyper realistische Ausbildung
Ein Aufwand, der wohl einiges kostet.
Juni 1, 2010 Keine Kommentare
Und sie bewegen sich doch!
Die stattfindende Diskussion über den Zustand des Österreichischen Bundesheeres hat den Kommandanten der 4. Panzergrenadierbrigade, Brigadier Mag. Robert Prader veranlasst eine Stellungnahme an die Presse zu verfassen. Hier der Originaltext der Presseaussendung:
Armeediskussion in ihrer Art kontraproduktiv!
Ebelsberg, 12. Februar 2010. Die aktuelle Negativdarstellung über den Zustand desösterreichischen Bundesheeres (ÖBH) bedarf einer Klarstellung. In einer Institution wie dem ÖBH gibt es naturgemäß eine ständige Notwendigkeit an budgetären Mitteln und Verbesserungen. Einer „schwarz-weiß-Darstellung“ in der derzeitigen Form ist jedoch entschieden entgegen zu treten.
Die Armee hat noch nie über so modernes Gerät und Ausbildungsmittel verfügt wie heute. Wir, die 4.Panzergrenadierbrigade, laden alle in- und extern am Militär ernsthaft Interessierten herzlichst dazu ein, sich über die Sachlage vor Ort zu informieren und das Leistungsvermögen unserer Soldatinnen und Soldaten und des Gerätes kennen zu lernen. Die in letzter Zeit erfolgte Berichterstattung entspricht in ihrer generalisierend negativen Art nicht den Tatsachen. Eine objektiv, sachliche Darstellung und Diskussion wird gänzlich vermisst.
Militär ist eine staatliche Einrichtung, die eine ihrer Bedeutung und Ernsthaftigkeit entsprechende qualifizierte thematische Auseinandersetzung erfordert.
Februar 16, 2010 Keine Kommentare



